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Bürger- und Bauernmuseum

im Schlosspark Hilzingen/Baden-Württemberg

Öffnungszeiten:
April bis Oktober, monatlich jeden
ersten Sonntag: 14.00 bis 17.00 Uhr
für Gruppen jederzeit nach Anmeldung

Kontakt:
Museum im Schlosspark
Hauptstraße 16, 78247 Hilzingen
Tel. 07731/38090
Fax: +49 (0)7731 380930
post@museum-hilzingen.de
www.museum-hilzingen.de

Hilzingen liegt im Hegau, dem Landstrich mit der größten Burgendichte Deutschlands, umgeben von einer reizvollen Landschaft unweit von Bodensee, Schwarzwald, Donautal und der Schweiz. Das Dorf zählte bis in die Neuzeit zu den größten Gemeinden des Hegaus und den geschichtlich bedeutendsten der Region. Hilzingen war während der Zeit des Bauernkrieges mit 400 Einwohnern eines der größten Dörfer.

Trotz eines strikten Verbotes des Hegauer Adels wurden in den frühen Morgenstunden des 2. Oktober 1524 in Hilzingen die Sturmglocken geläutet.
Es bestand begründeter Verdacht, die Überlinger Reiterei wolle das Kirchweihfest verhindern. Es war Unruhe im Land. Schon in einem Schreiben vom 23. September 1524 hatten die Adligen von „Bauernkrieg“ gesprochen.
Vermutlich deshalb kamen an diesem 2. Oktober noch mehr als die jährlich ca. 3000 Menschen zur Kirchweih nach Hilzingen, wo sich auch etwa 800 bewaffnete Bauern trafen.

Mark Sittich von Ems, der in der letzten Schlacht am 2. Juli 1525 bei Hilzingen siegte, zwang als Strafe für das verbotene Sturmläuten zu Beginn des Bauernkrieges die gefangen genommenen rebellischen Bauern, die grosse Glocke aus dem Hilzinger Kirchturm herabzulassen und mit eigener Kraft an den Untersee zu verbringen. Mit der Glocke und den Gefangenen an Bord fuhr er über den See und „Vor Bregentz ließ er in die 50 Rebellischer Bawren an einer Straß in die Aychen hencken...“.
Die dramatischen Ereignisse dieser neun Monate, das Ringen der Bauern um Recht und Freiheit, aber auch die gesellschaftlichen Hintergründe, werden im Museum in szenischen Bildern rekonstruiert. In einer weiteren Ausstellung ist der Bauernkrieg mit seiner Vorgeschichte für Kinder und Jugendliche aufbereitet:

- Das bäuerliche Leben und Arbeiten; eine Idee der mittelalterlichen Bildkalender aufgreifend,
  präsentiert sich unter dem Dach der historischen Remise die alte bäuerliche Lebenswelt
  in Form eines Jahreskreises;
- historische Innenräume wie Küfer- und Schuhmacherwerkstatt
- originales Biedermeierzimmer
- Bauernstube und Bauernküche aus dem 19. Jahrhundert
- Web- und Handarbeitszimmer sowie
- eine Ausstellung über Leben und Werk des Barockbaumeisters Peter Thumb.
  Dieser hatte im Auftrag der Benediktinerabtei Petershausen bei Konstanz
  die Hilzinger Peter und Paul-Kirche erbaut. Der spätbarocke Bau (1747-1749)
  wird auch als „kleine Birnau des Hegau“ bezeichnet und kann der Innenausstattung
  wegen auch als Rokokokirche gelten.

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